Hike & Fly

Paragleiten | © Hitthaler Lukas

Das Antholzertal von oben erleben

Das Grente Kreuz oberhalb der Grente Alm in Antholz Mittertal ist ein bekannter Ausgangspunkt für Paragliding und Streckenflüge. Die besondere Lage, die alpinen Landschaften und die Thermik machen das Gebiet zu einem beeindruckenden Flugerlebnis.

 

Dabei führt der Flug über eine einzigartige Bergwelt, die gleichzeitig Lebensraum zahlreicher Wildtiere ist. Diese Tiere können auf Störungen unterschiedlich reagieren und benötigen besonders in sensiblen Zeiten Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten.
 

  • Gämse – die geschickten Kletterer
    Im Mai und Juni bringen die Geißen ihre Kitze zur Welt und ziehen sie auf. In dieser sensiblen Zeit brauchen Muttertiere und Jungtiere besonders viel Ruhe. Eine überraschende Störung kann eine Fluchtreaktion auslösen. Gerade in steilem Gelände können solche Fluchten für die Tiere belastend und gefährlich sein.
  • Steinadler – die majestätischen Jäger
    Sie brüten in geschützten Felsbereichen und ziehen ihren Nachwuchs über mehrere Monate auf. Besonders während der Brut- und Aufzuchtzeit im Frühjahr und Sommer ist es wichtig, mögliche Brutbereiche nicht unnötig zu stören. Bei Störungen können Adler Horstbereiche meiden, wodurch die Aufzucht beeinträchtigt werden kann.
  • Birkwild – sensible Bewohner der Waldgrenze
    Das Birkwild lebt vor allem im Bereich der Waldgrenze und in den offenen Flächen unmittelbar darüber. Besonders die Balz- und Aufzuchtzeit im Mai und Juni ist eine sensible Phase. In dieser Zeit sind die Tiere auf möglichst ungestörte Rückzugsräume angewiesen. Störungen können dazu führen, dass sie ihre vertrauten Lebensräume verlassen oder ausweichen.

 

Wer hier fliegt, erlebt die Natur aus einer besonderen Perspektive. Mit einem respektvollen Flugverhalten helfen Pilotinnen und Piloten mit, diese einzigartige Bergwelt und ihre Bewohner zu schützen.

 

 

Fliegen mit Rücksicht
Mit einfachen Verhaltensweisen können Gleitschirmflieger dazu beitragen, Störungen für Wildtiere auf ein Minimum zu reduzieren:

 

  • Horizontalen und vertikalen Abstand halten: Wildtiere nicht gezielt anfliegen und ausreichend Abstand bewahren.
  • Nicht über Tieren kreisen: Besonders längeres Kreisen in geringer Höhe über Wildtieren vermeiden.
  • Rückzugsräume respektieren: Waldrandbereiche und sensible Lebensräume wie ost-, süd- und westseitige Felswände als mögliche Horstgebiete sowie Wälder als wichtige Winterlebensräume möglichst nicht niedrig überfliegen.
  • Sensible Zeiten beachten: Besonders im Winter, während der Aufzuchtzeit im Frühjahr sowie in den frühen Morgen- und Abendstunden Rücksicht nehmen.
  • Reagiert ein Tier? Abstand und Höhe vergrößern und weiterfliegen.

WEITERE INFORMATIONEN

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  • Ausübung auf eigene Gefahr
  • Flugschule Südtirol
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Kletterroute | © Anna Notdurfter

Ausübung auf eigene Gefahr

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Paragleiten | © Hitthaler Lukas

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